Das Institut
Das
Institut für Biographieforschung und Kulturanalyse (ibika) wurde
im November 2005 in Göttingen gegründet. Vorläuferinstitution war das seit 1999 bestehende Interuniversitäre Netzwerk Biographie-
und Lebensweltforschung (INBL), in dem Arbeitsgruppen aus
verschiedenen Universitäten (Bremen, Bielefeld, Göttingen, Berlin) miteinander kooperierten. Viele der in diesem Netzwerk
durchgeführten Forschungs- und Gestaltungsprojekte waren als
Wissenschafts-Praxis-Kooperationen angelegt. Dieser Ansatz wird im
ibika weitergeführt und ins Zentrum gerückt.
Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Arbeit und Professionalisierung für soziale und pädagogische Handlungsfelder. In diesen Bereichen entwickeln wir Projekte, Fortbildungskonzepte und Forschungsvorhaben und bieten Beratung und Weiterbildungsangebote an. Eine wichtige Leitperspektive bei der Entwicklung und Durchführung von Projekten ist die kritische Reflexion sozialer Ungleichheitsdimensionen (Gender, soziale und kulturelle Differenzen, Generationenverhältnisse u.a.).
Die
Forschung- und Gestaltungsprojekte des Instituts zeichnen sich durch
die konsequente Anwendung von Konzepten der qualitativen
Sozialforschung aus. Wir haben langjährige Erfahrungen mit Ansätzen der Biographieforschung, Ethnographie,
Lebensweltanalyse und anderen Methoden, die wir angepasst an die besondere Problemstellung eines jeweiligen Projekts einsetzen. Eine weitere Grundlage unserer Arbeit ist das Konzept der
Rekonstruktion. Das bedeutet:
Ausgangspunkt eines Projekts sind die konkreten Probleme, Erfahrungen und
Interessenlagen in der sozialen Praxis, um die es in dem Projekt gehen soll. In einer ersten Arbeitsphase werden mit geeigneten Methoden die Bedarfslagen und Perspektiven des
jeweiligen Praxisfeldes bzw. der beteiligten Personen, Gruppen und Institutionen rekonstruiert. Nach diesem Schritt, für den angemessene Ressourcen und Zeit eingeplant werden, entwickeln wir – in
Kooperation mit den PartnerInnen aus der Praxis – das weitergehende Projektdesign: Fragestellungen, Ziele, Methoden und Evaluationsstrategien. Auf diese Weise wird eine enge Rückkoppelung zwischen Wissenschaft und Praxis ermöglicht.
Das
Institut ist als gemeinnütziger Verein
eingetragen und hat seinen Sitz in Göttingen. Unsere
Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind nicht an die Region
gebunden. Wir haben Standorte und KooperationspartnerInnen in fast allen Bundesländern.